Babykurse – warum wir nicht jeden mitmachen

Pekip, Babymassage, Rückbildung, Babyschwimmen, Krabbelgruppe, und und und… die Auswahl an Aktivitäten mit Baby sind insbesondere in einer Großstadt zahlreich.

So standen wir auch am Anfang vor der Entscheidung, welche Aktivitäten mit Baby wir fest in unseren, bzw. meinen, Wochenplan einbauen wollten. Gerade am Anfang war mir allerdings wenig danach, überhaupt das Haus zu verlassen. Clusterstillen, Schreianfälle und Schwierigkeiten beim Einschlafen waren nicht unbedingt ein Garant für entspannte Ausflüge. Teilweise mussten wir schon nach 10 min wieder umdrehen, weil das Süßchen sich so in Rage geschrien hatte und überhaupt nicht zu beruhigen war.

Das änderte sich erst nach ungefähr neun Wochen und einem Besuch beim Ostheopaten, und seitdem hatte ich das entspannteste und fröhlichste Baby was man sich nur vorstellen kann. Das Stillen war einfach und meine kleine Ruheoase im Alltag, und in der Öffentlichkeit stillen war auch völlig routiniert. Also meldete ich uns ziemlich kurzfristig zum Pekip und zum Babyschwimmen an.

Der erste Durchgang beider Kurse ist jetzt durch, und ich muss ehrlich sagen, dass ich diese beiden fixen Termine in der Woche sehr zu schätzen gelernt habe. Beim Pekip kann man nebenbei wunderbar mit den anderen Mamas plaudern und sich austauschen, während die Babys zunehmend mit sich selbst beschäftigt sind. Diese Konzentration nur auf das Kind ist eine schöne Zeit, weil man eben nicht dauernd abgelenkt wird durch Gedanken an Haushalt, Waschmaschine oder Termine. Es fühlt sich für mich wieder ein bisschen wie die Blase im Wochenbett an.

Das Schwimmen war für das Süßchen ein echter Glücksgriff. Sie LIEBT das Wasser einfach und ist kaum zu bändigen. Ich bin nach der halben Stunde zwar immer restlos fertig, aber das ist es allemal wert. Zur Unterstützung kommt die Oma mit, denn das Fertigmachen nach dem Schwimmen ist alleine wirklich eine Herausforderung, zumal die Kleine natürlich auch völlig platt ist und nur noch schlafen möchte. Da kommt es dann weniger gut, wenn die Mutti sich auch noch duschen und anziehen muss. Geduld ist nicht so ihre Stärke… von wem sie das wohl hat? 😀

Einmal im Monat treffen wir uns darüber hinaus auch mit den Mamas und Babys aus dem Geburtsvorbereitungskurs, was wirklich sehr nett ist. Die Entwicklung der anderen zu beobachten und den Austausch von Tipps finde ich immer sehr gut, vor allem wo doch alles immer gern in einem Wettstreit mündet. Und genau deshalb machen wir auch nicht alles mit, was angeboten wird. Es soll Zeit bleiben für Kuscheln, Spaziergänge und Spiele, und nicht in Gehetze von einem Termin zum nächsten ausarten. Für mich habe ich einen guten Weg mit zwei fixen Terminen in der Woche gefunden.

Wie ist es bei euch? Habt ihr Kurse gemacht, die euch besonders gut gefallen haben?

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