Eltern werden ist nicht schwer…

Eltern sein dagegen… Das Süßchen ist jetzt fast ein halbes Jahr bei uns und überrascht jeden Tag aufs neue. Aber nicht nur von unserem Baby kommen Überraschungsmomente, auch die Großeltern sind eine Wundertüte, im Guten wie im Schlechten.

Es geht stramm auf Weihnachten zu, und der Dezember ist immer besonders vollgepackt mit Familie. Die Uroma vom Süßchen, ich selbst und auch die Oma haben Geburtstag, dazu kommen noch die Feiertage. Geschenke sind also mehr oder weniger Alltag. Für uns sind sie aber auch ein Teil von Erziehung, sowohl die Menge an Geschenken als auch ihr Wert sind daher etwas, über das wir als Eltern gern vorher, zumindest grob, informiert werden möchten.

Wie ich darauf komme? Nun, zum Nikolaus schleppte meine Schwiegermama ein Paar völlig überteuerte Lammfellschuhe einer bestimmten Marke an, die obendrein schon zu klein waren. Ganz ehrlich: an Nikolaus muss es kein Geschenk für 60€ sein. Zudem bin ich persönlich auch kein Fan dieser Schuhe, weil dafür Tiere und Menschen leiden müssen und man auch sehr gut ohne sie leben kann. Bitte nicht falsch verstehen: ich bin weit davon entfernt, perfekt zu sein und komplett vegan und bio zu leben. Aber ich versuche zu vermeiden, unsinnig Tierleid und Ausbeuterei zu unterstützen. Also wähle ich, wenn es möglich ist, meine Produkte nicht nur danach aus, welches Label drauf steht, sondern wie und woraus produziert wird.

Es kam wie es kommen musste: es gab Ärger. Ich kann natürlich gut nachvollziehen, dass man gerade beim ersten Enkelkind gerne mal in einen Kaufrausch verfällt, weil die Sachen ja alle so süß sind. Und natürlich kriegt das Süßchen jetzt auch noch nicht so viel davon mit, welche Geschenke was kosten und wie gefertigt werden. Aber uns war es wichtig, frühzeitig klar zu machen, dass wir mit unserer Erziehung in Richtung Konsum eine bestimmte Richtung verfolgen. Gerade in der Zeit der Globalisierung und der Wegwerfgesellschaft ist es uns wichtig, unserer Tochter das Konzept von Nachhaltigkeit vorzuleben, und das geht eben nur wenn die erweiterte Familie auch mitzieht.

Die Schuhe haben wir übrigens verkauft und dann in ein paar Puschen aus kbT Merinowolle investiert, komplett in Deutschland gefertigt. Die waren auch teuer, sind aber mehr nach den Prinzipien gefertigt, die wir auch vertreten. Uns ist übrigens auch bewusst, dass sich das nicht jeder leisten kann. Ich sehe es aber als die Verantwortung derjenigen, die es sich dank ihrer Kaufkraft leisten können, informiert und reflektiert zu kaufen.

Wie seht ihr das? Völlig überzogene Ansprüche, man soll doch einfach dankbar sein für das was man geschenkt kriegt?

 

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