Städtetrip mit Baby – man (ich) muss sich (mich) nur trauen

Als mein Mann seinen neuen Job Anfang des Jahres antrat, war schnell klar, dass er Ende April für 3 Tage nach Hamburg muss. Nicht klar dagegen war, ob ich genug – excuse my French – Eier haben würde, alleine mit dem Süßchen in Hamburg rumzuturnen, während er arbeiten und zum Abendessen mit Vorstand war. Durch unsere Ernährung war es zwar logistisch weniger aufwändig, aber trotzdem war ich echt nervös wie sie sich in einer lauten, vollen Großstadt, einem Hotel (naja gut, ein Hostel, aber ein ganz zauberhaftes!) und dem vollen Programm schlagen würde.

Weil uns ein Magen-Darm-Virus die Woche vorher vollständig aus dem Leben getreten hatte (wer mich kennt, weiß, dass ich immer essen kann; hier habe ich 3 Tage nichts gegessen) war nicht klar, ob ich kräftemäßig überhaupt damit klar kommen würde, den ganzen Tag alleine mit Baby unterwegs zu sein. Aber wie es so ist: der Mensch ist ein Wunderwerk. Mittwochs morgens ging es also los, Zielzeit war 13.00 zu einem Termin in Hamburg zu sein. Ich sag mal: es war sportlich.

Nachdem ich meinen Mann an seinem Arbeitsplatz abgesetzt hatte, bin ich zur Superbude St. Georg (keine Werbung, sondern dicke Empfehlung!) gefahren um uns  einzuchecken. Das Zimmer war tatsächlich schon bezugsfertig und war wirklich super. Statt einer Doppelbude hatten wir eine Dreierbude  mit Babybett, also genug Platz für den ganzen Kram, den ein Baby so braucht. Das Zimmer ging zum Innenhof wie gewünscht, weil vor dem Haus leider eine sehr laute vierspurige Straße langführt. Für das Süßchen gab es sogar ein Pixiebuch als Geschenk. Als ich den ganze Kram aufs Zimmer geschleppt hatte, sind wir noch etwas essen gefahren, und haben den Abend zusammen mit dem Papa verbracht. Es war auch kein Problem, mit dem Babyphone noch in der Lobby zu sitzen und was zu trinken, vor allem konnte man wunderbar Leute beobachten. Das Publikum war wirklich bunt gemischt: Alleinreisende, Businesskasper, Familien, Partypeople… und das alles in einer sehr ungezwungenen Atmosphäre.

Den zweiten Tag verbrachte ich mit und bei Freundinnen, die mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt in Hamburg haben, und damit war der Tag gut gefüllt. Schlafen wollte das Süßchen nicht, aber sie war durch die ganzen neuen Eindrücke auch abgelenkt und an allem interessiert, also nicht knöterig. Dafür schlief sie dann auf einmal nachts durch, so dass wir seitdem versuchen, ihren späten Nachmittagsschlaf zu vermeiden. Am letzten Tag sollte mein Mann nachmittags bereits fertig sein, und das Wetter war bombastisch, also fuhren wir zum Hagenbeck’s. Wir waren dort schon in unseren Flitterwochen, und nun konnte auch das Süßchen Elefanten und Ziegen füttern. Die Alpakas hat sie dann leider verschlafen. Alle waren total zuvorkommend und hilfsbereit, so dass ich einen echt entspannten Tag hatte.

Zum Abschluss sind wir alle zusammen noch zu den Landungsbrücken und weiter zum Fischmarkt gelaufen, was allerdings dank der Baustellen nicht besonders nett war. Ich komm dann wieder, wenn ihr fertig seid, die Elbphilharmonie habt ihr ja auch irgendwann hingekriegt, liebe Hamburger. 😉 Als Fazit schaue ich nun entspannter auf den Kurzurlaub in London, zumal ich ja dort meinen Mann an der Seite haben werde. Vor allem bin ich froh, dass ich es gewagt habe, denn es war eine wirklich tolle Erfahrung die mir wieder mehr Sicherheit zum Leben mit Baby gegeben hat. Frei nach Bastian Schweinsteiger: Auf dem Weg dahin habe ich kurz meine Eier verloren. Rechtzeitig zur Abfahrt habe ich sie wieder gefunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.