Die Zwillinge sind geboren – und dann?

Die beiden Mädels sind natürlich immer noch im Bauch. Aber seit dem Wechsel in die 35. Woche, ab der sie kommen dürften, mache ich mir vermehrt Gedanken, und ja, auch Sorgen, wie es nach der Geburt weiter geht.

Das Süßchen hat gerade keine leichte Zeit. Sie wächst sehr stark, körperlich wie geistig, und die Nächte sind entsprechend unruhig. Der Papa fängt das meist ab, indem er dann nachts in ihr Bett wandert, weil nur körperliche Nähe sie anhaltend beruhigt. Ich bin in meinem Wal-ähnlichen Zustand nicht mehr so wendig, deshalb kann ich das nicht übernehmen, und dabei vermisse ich es so sehr, mich zu ihr zu kuscheln.

Auch tagsüber bin ich natürlich nicht mehr die Tobe- und Tanzmama, und ich merke, wie sehr es ihr fehlt. Zum Ausgleich versuche ich uns möglichst oft mit anderen Kindern zu verabreden, aber das schlechte Gewissen nagt an mir.

Und nach der Geburt? Wenn ich ehrlich bin, dann wird es erstmal kein Stück besser. Ich werde das Wochenbett ernst nehmen müssen, damit mein Körper sich von der Strapaze einer Zwillingsschwangerschaft erholen kann, und vermutlich einen großen Teil des Tages (und der Nacht) mit Stillen verbringen. Da ich auch nur zwei Arme habe, wird der Papa mich unterstützen, und ich habe große Sorge davor, dass meine „Große“, die ja eigentlich noch so klein ist, dabei auf der Strecke bleibt. Egal, wie gern sie in die Kita geht, und wie toll spielen mit Oma und Opa ist, ihre Dosis Kuscheln holt sie sich normalerweise bei mir ab.

Ich weiß, dass wir irgendeinen Weg finden werden, weil es ja auch keine Alternative gibt. Aber die Sorgen gänzlich ablegen, das will mir nicht gelingen. Ich habe mich deshalb entschieden, sie anzunehmen, und als Fingerzeig dafür zu nutzen, dass wir uns alle nicht aus den Augen verlieren dürfen. Wie heißt es so schön:

„Everything is going to be fine in the end. 
If it’s not fine it’s not the end.“ (Oscar Wilde)

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